Eine Wärmepumpe wird empfohlen. Technisch absolut nachvollziehbar.

Genau an die­ser Stel­le ent­schei­det sich in vie­len Pro­jek­ten, ob eine gute Ent­schei­dung ent­steht oder nur eine plau­si­ble. Was als Nächs­tes pas­siert, ist meist das­sel­be: Ange­bo­te ein­ho­len, Busi­ness Case rech­nen, För­de­rung klä­ren. Alles davon ist sinn­voll. Aber es kommt zu früh.

Das eigentliche Problem ist fehlende gemeinsame Orientierung

In vie­len Pro­jek­ten gibt es enga­gier­te Men­schen, gute Ideen, inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gien und wirt­schaft­li­che Ana­ly­sen. Und trotz­dem bleibt irgend­wann alles ste­hen. Nicht, weil Wis­sen fehlt, son­dern weil Ori­en­tie­rung fehlt.

Die Tech­nik opti­miert die tech­ni­sche Lösung. Die Wirt­schaft opti­miert die Wirt­schaft­lich­keit. Der Betrieb opti­miert den spä­te­ren Betrieb. Jede Per­spek­ti­ve ist rich­tig. Das Pro­blem ent­steht, wenn sie auf unter­schied­li­che Ziel­bil­der aus­ge­rich­tet sind. Dann dis­ku­tiert man nicht mehr über den bes­ten Weg, son­dern, ohne es zu mer­ken, über ver­schie­de­ne Zie­le.

Gemeinsame Richtung heißt nicht gleiche Meinung

Bei einer Berg­tour ach­tet einer auf die Rou­te, eine ande­re aufs Wet­ter, jemand auf die Aus­rüs­tung, jemand auf die Sicher­heit. Die Grup­pe wird dadurch stär­ker, vor­aus­ge­setzt, alle haben den­sel­ben Gip­fel vor Augen. Mit Pro­jek­ten ist es genau­so: Unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven sind kein Pro­blem, solan­ge das Ziel gemein­sam ver­stan­den wird.

Ein Beispiel aus der Praxis

In einem Pro­jekt wur­de zunächst eine Wär­me­pum­pe emp­foh­len. Tech­nisch abso­lut nach­voll­zieh­bar. Wir haben einen Schritt zurück gemacht und nicht gefragt, ob das die rich­ti­ge Tech­no­lo­gie ist, son­dern was die­se Ent­schei­dung lang­fris­tig leis­ten soll. Plötz­lich ging es um Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Wirt­schaft­lich­keit und die bestehen­de Infra­struk­tur. Erst dadurch ent­stand eine ande­re Lösung. Nicht spek­ta­ku­lä­rer, aber pas­sen­der.

Vom Zielbild zum umsetzbaren Weg

Ein Ziel zeigt, wohin es gehen soll, aber nicht, wie man dort­hin kommt. Ein Orches­ter wird nicht bes­ser, weil jeder lau­ter spielt, son­dern weil das Zusam­men­spiel gestal­tet wird. Eine Ent­schei­dung ist erst dann gut, wenn sie drei Din­ge gleich­zei­tig erfüllt: Sie funk­tio­niert tech­nisch, sie trägt wirt­schaft­lich, und sie wird von den Betei­lig­ten mit­ge­tra­gen. Das ist der Weg von Archi­tec­tu­re-to-Exe­cu­ti­on (A2E): vom Ziel­bild zum umsetz­ba­ren Weg und von der Ent­schei­dung zur Umset­zung.

Wo steht dein Projekt gerade?

  1. Wir dis­ku­tie­ren Lösun­gen.
  2. Wir haben ein gemein­sa­mes Ziel­bild.
  3. Wir haben einen umsetz­ba­ren Weg.
  4. Wir set­zen um.

Wenn du bei 1 bist, ist jetzt der bes­te Zeit­punkt, Klar­heit zu schaf­fen, bevor Kapi­tal gebun­den wird.

Die Video­se­rie zu Archi­tec­tu­re-to-Exe­cu­ti­on: vier Vide­os, von der Ori­en­tie­rung über die gemein­sa­me Rich­tung und den umsetz­ba­ren Weg bis zur Umset­zung. Zum Abschluss zeigt der Sys­tem­check, wie belast­bar dei­ne Ent­schei­dung heu­te schon ist. Kein Ver­kaufs­ge­spräch.

Hin­weis: Nach der Anmel­dung bit­te kurz die Bestä­ti­gungs­mail öff­nen.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist ein gemeinsames Zielbild?

Ein von den Betei­lig­ten geteil­tes Ver­ständ­nis davon, was eine Ent­schei­dung lang­fris­tig leis­ten soll, bevor ein­zel­ne Lösun­gen ver­gli­chen wer­den.

Muss dafür jeder derselben Meinung sein?

Nein. Unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven aus Tech­nik, Wirt­schaft und Betrieb sind eine Stär­ke, solan­ge sie auf das­sel­be Ziel aus­ge­rich­tet sind.

Was ist der Systemcheck?

Ein struk­tu­rier­ter Blick auf dein Pro­jekt: Wo stehst du, wel­che Grund­la­gen sind vor­han­den, wel­che Per­spek­ti­ven feh­len noch und wo lie­gen die größ­ten Unsi­cher­hei­ten.

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